Der Immobilienkredit im Vergleich mit anderen Kreditarten

Auf den Seiten von vergleich-baufinanzierung.net dreht sich im Grunde alles um das Thema Baufinanzierung und Immobilienkredite. Ein Immobilienkredit ist ein zweckgebundener Kredit, der immer an den Erwerb oder Bau einer Immobilie gebunden ist. Doch es gibt noch zahlreiche andere Kreditarten, von denen wir einige im folgenden Artikel einmal genauer beleuchten möchten.

Welche Kreditarten gibt es und wodurch unterscheiden sie sich?

Die Zahl der unterschiedlichen Kreditarten ist in den letzten Jahren stark gewachsen, die Banken haben Ihre Angebote immer spezifischer an die Bedürfnisse von Kreditnehmern angepasst. So gibt es Kredite für die verschiedensten Verwendungszwecke sowie für unterschiedliche Personen- und Berufsgruppen. Dabei unterscheiden sich auch die Laufzeiten sowie die Zinsen deutlich voneinander. Günstigere Zinsen erhalten Kreditnehmer in der Regel bei zweckgebunden Kreditarten, bei denen die Bank gewisse Sicherheiten verlangt, wie z.B. das Grundpfandrecht (Grundstück bzw. Haus) beim Immobilienkredit.

Grafik: Immobilienkredit im Vergleich mit anderen Kreditarten
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Kreditarten im Überblick

Nachfolgend einige Finanzierungsarten im Überblick:

Bonität: Grundsätzlich ist für die Aufnahme eines Kredits eine gute Bonität von Vorteil. Je besser die Kreditwürdigkeit des Kunden, desto günstiger die Finanzierung.

Grafik: Schufa-Score
Grafik: Bonitätsscore der Schufa - Quelle: immowelt.de

Bevor Banken ein Kreditangebot machen, holen sie sich Informationen zur Bonität des Kreditnehmers bei Auskunfteien wie Schufa und Boniversum ein. Auskunfteien sammeln zu einzelnen Personen Daten aus verschiedenen öffentlichen Quellen und berechnen auf dieser Basis einen Scorewert. Dieser Wert zeigt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit der Verbraucher seinen Kredit zuverlässig zurückzahlen wird. (Siehe abgebildete Grafik zum Bonitätsscore der Schufa aus dem Bonitätsprüfungs-Ratgeber von immowelt.de.)

Der Schufa-Scorewert ist umso besser, je näher er dem Wert von 100 Prozent kommt. Eine 100-prozentige Bonität ist jedoch nie möglich, da immer ein Zahlungsausfallrisiko durch den Tod des Kreditnehmers besteht.

Zu den populärsten Kreditarten zählen heute u.a. der Immobilienkredit, der Autokredit und der Privatkredit. Doch wie unterscheiden sich diese Darlehensarten?
- Ein Vergleich:

Der Immobilienkredit

Ein Immobilienkredit (auch Hypothekendarlehen oder Baukredit genannt) gehört, im Gegensatz zu vielen anderen Darlehensarten, zu den zweckgebunden Krediten. Er ist immer mit dem Kauf bzw. Bau einer Immobilie verbunden.
Beim Immobilienkredit sind wiederum mehrere Darlehensformen möglich: Die populärste Form ist wohl das Annuitätendarlehen, bei dem der Kredit über die gesamte Laufzeit in konstant hohen Raten zurückgezahlt wird. Zu den weiteren Darlehensformen zählen das Tilgungsdarlehen sowie das endfällige Darlehen. Mehr zu diesen Darlehensformen erfahren Sie hier...

Verglichen mit anderen Kreditarten wie z.B. dem Privatkredit, sind die Zinsen für ein Immobiliendarlehen i.d.R. relativ günstig und es werden oft sehr hohe Beträge (von 30.000 bis 300.000 Euro, ggf. mehr) verliehen. Die Bank verlangt im Gegenzug Sicherheiten, die im Zahlungsausfall zur Begleichung der Schuld herangezogen werden können. Als Hauptabsicherung dient beim Immobilienkredit grundsätzlich eine erstrangige Grundschuld.

Die Höhe der Zinsen für eine Baufinanzierung hängt nicht allein von der Entwicklung an den Kapitalmärkten ab, sondern u.a. auch von der Bonität, der Erwerbstätigkeit oder dem Wohnort des Kreditnehmers. Ausserdem spielen wichtige Finanzierungs-Eckdaten wie Darlehens- und Tilgungshöhe, Eigenkapital, Laufzeit (Zinsbindung) und Sondertilgungsoptionen eine entscheidende Rolle.
Die Laufzeit für die Rückzahlung des Immobiliendarlehens erstreckt sich oft über einen relativ langen Zeitraum von bis zu 35 Jahren.

Für die Sanierung, Modernisierung oder Instandsetzung einer Immobilie kommt häufig ein Modernisierungskredit zum Einsatz.

Wichtig: Bei Immobilienkrediten ist es wichtig, sich im Vorfeld gründlich mit der Thematik auseinander zu setzten und vor allem einen Baufinanzierungs- und Bauzinsvergleich durchzuführen. Eine Baufinanzierung ist eine komplexe Angelegenheit, bei der viele Fallstricke lauern. Lassen Sie sich hierbei am Besten von einem erfahrenen Baufinanzierungsexperten beraten. Schließlich geht es nicht selten um hohe Kreditsummen, bei denen bereits geringe Unterschiede beim Zinssatz mehrere Tausend Euro an zusätzlicher Belastung bedeuten können.

Der Autokredit

Der Autokredit gehört ebenso wie der Immobilienkredit zu den zweckgebunden Darlehensarten, das bedeutet, er wird nur in Verbindung mit dem Kauf eines privaten Pkw vergeben. Dabei dient das Automobil der Bank als Sicherheit und so sind häufig deutlich günstigere Konditionen als beim klassischen Ratenkredit möglich. Teilweise winken Zinsunterschiede von etwa einem Prozent. Einige Banken verlangen, dass der Kfz-Brief des Fahrzeugs für die Finanzierungsdauer beim Kreditinstitut hinterlegt wird. Somit ist die Bank während dieser Zeit rechtlich gesehen der Fahrzeugeigentümer und sichert sich so für den Fall ab, dass der Kunde den Kredit nicht mehr bedienen kann.

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Zu den Vorteilen eines Autokredits zählt, dass so der Kreditnehmer beim Autokauf als Barzahler auftritt und deshalb oft üppige Barzahler-Rabatte heraushandeln kann.

Die Bearbeitung des Kredits erfolgt in der Regel schnell und unbürokratisch, die Kredithöhe liegt normalerweise zwischen 5.000 und 50.000 Euro und die Laufzeiten bewegen sich zwischen einem und 7 Jahren.

Der Privatkredit

Ein Privatkredit ist ein Ratenkredit, der sich dadurch auszeichnet, dass er an eine Privatperson vergeben wird. Er ist somit das Gegenteil von einem gewerblichen Kredit. Dabei muss das Darlehen nicht zwangsläufig von einer Bank gewährt werden. Erfolgt eine Kreditvergabe durch eine Privatperson, so wird der Kredit auch als 'Kredit von Privat' bezeichnet.

Beim Privatkredit zahlen Verbraucher im Gegensatz zu den beiden erstgenannten Kreditarten oft vergleichsweise hohe Zinsen, denn der Privatkredit ist nicht zwangsläufig an einen speziellen Verwendungszweck gebunden. Das bedeutet, dass damit jegliche Arten von privaten Anschaffungen getätigt werden können, seien es neue Möbel, eine Autoreparatur oder auch der nächste Urlaub.

Die Zinsen beim Privatkredit sind bonitätsabhängig, d. h. je besser die Bonität des Kreditnehmers, desto günstiger fallen die angebotenen Zinsen aus. Die Kreditwürdigkeit wird in aller Regel mithilfe von Lohn- und Gehaltsnachweisen, bestehenden Kreditverträgen und der Abfrage von verschiedenen Auskunfteien wie beispielsweise der Schufa ermittelt.

Ein Privatkredit kann häufig die bessere und günstigere Wahl sein, als auf einen teuren Dispositionskredit zurückzugreifen.
Die Kredithöhe beim Privatkredit bewegt sich normalerweise zwischen 1.000 und 30.000 Euro, teilweise sind auch bis zu 50.000 Euro möglich.
Als Kreditlaufzeit kann meistens ein Zeitraum zwischen 12 und 120 Monaten gewählt werden.
Tipp: Die Zinsen sind häufig laufzeitabhängig, d.h. bei einer kürzeren Laufzeit erhalten Sie oft einen günstigeren Zinssatz.

Infografik 'Kreditarten im Vergleich'

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