Übersicht:Aktuelle Bauzinsen 2017 und Zinsentwicklung der letzten Jahre

Bauzinsen aktuell so niedrig wie seit Jahren nicht mehr

Aktuelle Bauzinsen - so günstig wie seit Jahren nicht mehr
Bauzinsen Entwicklung in den letzten 10 Jahren

Gute Nachrichten für Bauherren: Die Hypothekenzinsen befinden sich aktuell auf einem historischen Tiefststand.

Die Zeit ist also günstig, wer derzeit über eine Baufinanzierung nachdenkt, oder eine Anschlussfinanzierung für seinen auslaufenden Immobilienkredit benötigt, kann vergleichsweise niedrige Zinsen für sein Darlehen in Anspruch nehmen. Die Finanzierung der eigenen Immobilie war nie leichter. Lassen Sie sich dennoch nicht drängen, und nehmen Sie sich die Zeit für einen ausführlichen Baufinanzierung Vergleich. Das Sparpotential hierdurch ist immernoch immens. Die Zinsunterschiede, die zwischen den zahlreichen Immobilienkredit-Anbietern liegen, betragen teilweise 1 Prozent und mehr. So können über die Jahre gesehen schnell mehrere tausend Euro zusammenkommen. Am besten lassen Sie sich von einem unabhängigen Finanzexperten beraten.

Tipps - Was Sie in Zeiten niedriger Bauzinsen beachten sollten

Tipp 1: In Niedrigzinszeiten längere Zinsbindung sichern

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Bei dem aktuellen Niedrig-Zinsniveau empfiehlt es sich im Allgemeinen, eine längere Sollzinsbindung in Anspruch zu nehmen.Es gibt natürlich auch Situationen, in denen eine kurze Zinsbindung lohnender sein kann. Beispielsweise dann, wenn das Immobiliendarlehen bereits innerhalb dieses kürzeren Zeitraums vollständig zurückgezahlt werden kann, oder wenn mit einer weiterhin fallenden Zinsentwicklung gerechnet wird.
Hierdurch können Sie sich aktuelle Bauzinsen für mehrere Jahre sichern und genießen somit eine höhere Planungssicherheit. Schließlich kann niemand vorhersehen, wann die nächste Zinswende kommt und mit welchem Anstieg der Zinsen dann zu rechnen ist. Zwar sind die Bauzinsen in den letzten fast kontinuierlich gesunken, aber eines ist sicher: Die Zinsentwicklung mit Trend nach unten kann und wird nicht dauerhaft anhalten.

Sonderkündigungsrecht nach 10 Jahren

Übrigens (falls die Zinsen in einigen Jahren doch noch weiter gesunken sein sollten):
Bei Krediten mit einer Zinsbindungslaufzeit von mehr als 10 Jahren (z.B. 15, 20 oder gar 30 Jahre), haben Sie gemäß Bürgerlichem Gesetzbuch das Recht, Ihr Darlehen nach dem zehnten Jahr zu kündigen. Und zwar ohne dass dabei von der Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung berechnet werden darf. Die Kündigungsfrist beträgt 6 Monate. Somit haben Sie dann immer noch die Möglichkeit, sich rechtzeitig um eine Anschlussfinanzierung bzw. ein Forward Darlehen zu kümmern.

... Weitere Tipps zum Thema "niedrige Bauzinsen" - Hier gehts weiter.

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Tipp 2: Bei niedrigen Bauzinsen höhere Tilgung wählen

Früher galt oft eine anfängliche Tilgung von einem Prozent als angemessen.
Durch die historisch günstigen Bauzinsen aktuell (im Vergleich zu den deutlich höheren Zinsen noch vor einigen Jahren - siehe Bauzinsentwicklung im Chart oben), ist derzeit auch ein höherer Tilgungsanteil von 2 Prozent oder mehr für viele Häuslebauer erschwinglich geworden.
In Niedrigzinszeiten ist es grundsätzlich sinnvoll eine höhere Anfangstilgung zu wählen. Zum Einen, um bei einer späteren Anschlussfinanzierung evtl. böse Überraschungen in Form von deutlich gestiegenen Hypothekenzinsen ausgleichen zu können und zum Anderen, um die Rückzahlungsdauer des Immobilienkredits nicht zu verlängern und die Zinsbelastung insgesamt so gering wie möglich zu halten.
Denn was im ersten Moment für manch einen nicht ganz logisch erscheinen mag, ist die Tatsache, dass bei einem gleich hohen Tilgungsanteil die Rückzahlung eines Baudarlehens in Niedrigzinszeiten länger dauert, als in Zeiten hoher Zinsen.

Sehen wir uns dies anhand eines Beispiels an:

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Angenommen wir hätten ein Annuitätendarlehen mit einem Darlehensbetrag von 200.000 Euro und eine anfängliche Tilgung von einem Prozent.
Noch vor einigen Jahren musste für eine Immobilienfinanzierung mit Zinsen von um die 7 Prozent gerechnet werden. Bei diesem Zinssatz wären bei monatlicher Ratenzahlung von dem Darlehen nach 15 Jahren ca. 53.000 Euro zurückgezahlt. Für die komplette Rückzahlung würden bei gleichbleibender Zinshöhe knapp 30 Jahre benötigt.
Nehmen wir nun an, der aktuelle Bauzinssatz läge nur noch bei 3 Prozent und es würde ebenfalls eine anfängliche Tilgung von einem Prozent gewählt:
Der Darlehensnehmer müsste jetzt zwar monatlich einen wesentlich geringeren Betrag für die Ratenzahlung aufbringen, dafür wären nach 15 Jahren aber auch erst knapp 38.000 Euro getilgt. Der Zeitraum für die komplette Rückzahlung würde sich bei gleichbleibendem Zinssatz sogar auf über 46 Jahre verlängern!

Warum ist das so?

Um diesen Sachverhalt zu verstehen, muss man wissen, wie ein Annuitätendarlehen funktioniert.
Eine Ratezahlung besteht hierbei aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil. Innerhalb des Rückzahlungszeitraums wird die Gesamtschuld stetig weiter getilgt und deshalb verringert sich mit jeder Ratenzahlung die Zinsbelastung. Da beim Annuitätendarlehen die Höhe der Rate insgesamt über den kompletten Zinsbindungszeitraum konstant bleibt, steigt im Gegensatz zu den Zinsen der Anteil für die Tilgung.
Besteht die Rate also zu Beginn des Immobilienkredits noch aus einem relativ hohen Zinsanteil, reduziert sich dieser mit zunehmender Rückzahlung zugunsten eines größer werdenden Tilgungsanteils. Deshalb spricht man bei der gewählten Tilgungshöhe auch von einer anfänglichen Tilgung.

In Zeiten günstiger Bauzinsen fällt zwar die Zinsbelastung geringer aus, dafür reduziert sich der Zinsanteil aber auch langsamer. Entsprechend steigt der Tilgungsanteil also auch weniger schnell an.

Fazit:
Je niedriger die Zinsen, desto länger dauert es bei gleicher anfänglicher Tilgung, bis der Baukredit abbezahlt ist.
Wer eine höhere anfängliche Tilgung wählt, ist schneller schuldenfrei und zahlt insgesamt weniger Zinsen.
Grundsätzlich gilt: bis zum Rentenbeginn sollte die Rückzahlung der Immobilie abgeschlossen sein.

Aber Achtung:
Überschätzen Sie trotz alledem nicht ihre finanziellen Möglichkeiten. Selbst wenn Ihr aktuelles Einkommen eine hohe Tilgung momentan zulässt, könnte sich diese Situation jederzeit ändern (z.B. durch Arbeitslosigkeit oder Krankheit). Ihre monatliche Rate sollte deshalb nicht zu hoch angesetzt werden. Um auch finanzielle Notzeiten zu überstehen, sollten Sie stattdessen lieber Reserven zurücklegen, bzw. diese in Sondertilgungen investieren (siehe Tipp 3).

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Tipp 3: Sondertilgungsmöglichkeiten vereinbaren

Die Möglichkeit, während der Darlehenslaufzeit Sondertilgungen leisten zu können, sollte bei der Auswahl einer Baufinanzierung nicht unterschätzt werden. Dies gilt grundsätzlich auch unabhängig von der Höhe der aktuellen Bauzinsen.

Lebensumstände verändern sich häufig im Laufe einer langen Darlehenslaufzeit. Ein lukrativer Jobwechsel, eine Gehaltserhöhung, ein zusätzlich ausgezahlter Bonus, eine Erbschaft... Alle erdenklichen Zusatzeinnahmen können genutzt werden, um mit Sonderzahlungen die Darlehenslaufzeit zu verkürzen und den Kredit für das Haus schneller zurück zu zahlen. Aber auch im umgekehrten Fall (bei unerwartet anfallenden Kosten, gesunkenen Einnahmen etc.) kann es sich als lohnend erweisen, wenn die Einbeziehung von Sondertilgungen einer sehr hohen Tilgung vorgezogen wurde. So gerät die Rückzahlung nicht in Gefahr, die Sondertilgung wird einfach reduziert oder ganz ausgesetzt.

Einige Baugeld-Anbieter bieten heutzutage bereits von Haus aus kostenlose Sondertilgungsmöglichkeiten bis zu einer bestimmten Höhe an (häufig bis zu 5% p.a.). Es gibt aber auch Banken, bei denen diese Option mit einem Zinsaufschlag verbunden ist. Achten Sie deshalb bei einem Immobilienfinanzierung Vergleich nicht ausschließlich auf die Höhe der aktuellen Bauzinsen, sondern u. a. auch auf die Möglichkeit der Einbeziehung von Sondertilgungen, bis zu welcher Höhe diese angeboten werden und ob dafür zusätzliche Kosten anfallen.

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